MdL Schindler: "Kein Grund, Angst zu haben!"

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Am Freitag, 2. Dezember, wurde bekannt, dass auch der Schwandorfer Landtagsabgeordnete Franz Schindler (SPD) auf einer der Listen der rechten Zwickauer Terrorzelle steht. Gegenüber dem Wochenblatt äußerte sich Schindler am Dienstag, 6. Dezember, zu dieser Tatsache.

Von Ursula Hildebrand, Schwandorfer Wochenblatt

Schindler reagierte gelassen auf die Nachricht, dass er auf der Liste der Zwickauer Zelle steht. „Zunächst bin ich natürlich schon ein bisschen erschrocken. Da auf den Listen aber eine Vielzahl von Personen und Organisationen steht und die Namen und Anschriften auch für jedermann öffentlich zugänglich sind, besteht keinerlei Grund zur Beunruhigung.“ Es bestehe kein Grund, Angst zu haben.

Schindler war bereits am 25. November durch ein Schreiben des Bundeskriminalamtes informiert worden. Es wurde mitgeteilt, „dass das Bundeskriminalamt im Rahmen der Ermittlungen wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung (Nationalsozialistischer Untergrund NSU) mehrere Datenträger mit umfangreichen Listen von Namen, Organisationen und Institutionen festgestellt und den Ländern übermittelt hat. Die Auswertung hat ergeben, dass auch mein Name und die Anschrift meines Büros in Schwandorf auf einer der Listen steht. Die Daten stammen wohl aus den Jahren 2004 bis 2006.  Nach Angaben des LKA gibt es nach den bisherigen Ermittlungen keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Listen in Zusammenhang mit konkreten Anschlagsplanungen der NSU stehen könnten oder die aufgeführten Personen und Objekte in anderer Weise gefährdet sind.“

Engagement gegen Rechts geht weiter

Warum sein Name genau auf der Liste steht, ist bisher nicht bekannt. Es dürfte aber wohl damit zusammenhängen, dass sich Schindler bereits seit vielen Jahren gegen rechte Umtriebe in der Region und darüber hinaus einsetzt. So ist er auch Mitglied des lokalen Bündnisses gegen Rechts. Doch auch daran wird sich nichts ändern. „Es besteht kein Grund, Angst zu haben. Falls mit der Aufnahme in die Listen eine Einschüchterung bezweckt sein sollte, wird dies nicht gelingen.“ Schindler will sein Engagement gegen Rechts weiter fortsetzen. „Das Engagement gegen Rechtsextremismus geht natürlich ohne irgendwelche Einschränkungen weiter, weil die Gefahren, die unserer Gesellschaft durch braunen Terrorismus und rechtsextremistische Umtriebe drohen, in den letzten Monaten nicht kleiner geworden sind“, so Schindler gegenüber dem Wochenblatt.

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